Wochenende mit Nina – Karanac

Wussten Sie, dass dieses Baranja-Dorf einen bedeutenden Einfluss auf die Wiederbelebung des Tourismus in Baranja hat? Erst kürzlich erinnerte ich mich an den letztjährigen Besuch und beschloss, die Eindrücke mit ihnen zu teilen…

Karanac liegt an den südlichen Hängen von Banski brdo, es gehört zur Gemeinde Kneževi Vinogradi, in unmittelbarer Nähe von Beli Manastir und etwa dreißig Kilometer nördlich von Osijek. Die Geschichte von Karanc reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück und zum erstmal wurde es 1357 in der Geschenkurkunde des ungarischen Königs Ludwig aus der Anjou-Dynastie erwähnt. Damals hatte Karanac nämlich den Status eines königlichen Dorfes.

Foto: Nina Bpžić

Heute zieht dieses äußerst interessante Dorf viele Besucher an. Karanac hat mich auch sofort überzeugt und ich plane auf jeden Fall, in Zukunft wiederzukommen. Als ich durch den Ort schlenderte, besonders schön fand ich die Anwesen und die Familienhäuser, die rund um den Ort aufgereiht sind. Jedes Haus ist auf seine Weise attraktiv und besonders. Die meisten Häuser sind der Hoftiefe entsprechend in Längsrichtung gebaut, teilweise lehnen sich die dazugehörigen Nebengebäude an die Häuser an, während die Front der Häuser zur Straße hin ausgerichtet ist.

Foto: Nina Božić

Es ist sehr interessant, dass diese kleine Stadt über drei völlig unterschiedliche Kirchen verfügt. Die Pfarrkirche des heiligen Donat befindet sich im Stadtzentrum. Diese wurde 1830 erbaut und ist eines der Kulturdenkmäler der Baranja. Neben dem Altar des heiligen Donats, gibt es in der Kirche auch einen Marienaltar und die im Chor befindliche Orgel ist ein geschütztes Kulturgut. In dem Ort ist auch die orthodoxe Kirche oder der Tempel des Hl. Stefan Štiljanović. Während die reformierte christlich-calvinistische Kirche, die größte und älteste Kirche im Dorf, vor 200 Jahren erbaut wurde.

Foto: Nina Božić

Neben der bestehenden Kirchen ist auch die Architektur des gesamten Dorfes interessant. So gestalten sich ein Spaziergang oder die Kutschen Panoramabesichtigung durch das Dorf sehr angenehm. Der Familienbauernhof von Ivica und Marica bietet die Kutschen Panoramabesichtigung an und ich kann diese aus eigener Erfahrung auf jeden Fall empfehlen. Auf diesem wunderbaren Familienanwesen war ich sehr über die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Gastgeber erfreut. Alles ist sehr authentisch, warm und gemütlich eingerichtet. Hier verlässt das Lächeln nie das Gesicht. Ich würde sagen, dass bei der Verkostung feiner, sorgfältig zubereiteter Köstlichkeiten aus Baranja alle noch mehr lächeln. Sie können die lokale Gastronomie auch im Ethno-Restaurant Baranjska kuća kosten. Es ist ein Familienrestaurant, dessen Angebot auf lokalen und traditionellen Rezepten basiert, wie Fischeintopf, Hirteneintopf, Karpfen auf Gabeln und Kalb aus dem Brotofen. Hier möchte ich die Möglichkeit erwähnen, dass auch die „Straße der vergessenen Zeit“ besucht werden kann. Die Straße ist so angelegt, dass die Besucher alte und etwas vergessene Handwerke kennenlernen können. Dieses Freilichtmuseum besteht aus sieben alten Scheunen, in denen Töpferei, Tischlerei, Küferei, Weberei, Friseurladen, das Gasthaus Pod Kruškom, eine Mühle, ein Schmiedehaus und ein Kühlhaus untergebracht sind. In dem Museum befindet sich auch ein Aussichtspunkt, von dem aus das ganze Dorf und die umliegenden Weinberge und Haselnusshaine gesehen werden können.

Foto: NIna Božić

Was mich in diesem Dorf sehr erfreut hat, war die Möglichkeit, die hochwertigen einheimischen Produkte, wie Haselnüsse, direkt von lokalen Familienbetrieben zu kaufen. Ich schlage vor, dass Sie einen Karanac Besuch an einem der kommenden Wochenenden einplanen, denn ich bin sicher, dass auch Sie von der Gastfreundschaft der Baranja begeistert sein werden.

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